16 Sep. 2026 Mehr Schutz und Teilhabe – Ein Beitrag zur Weiterentwicklung des Prostituiertenschutzgesetzes
Die „Initiative Schutz und Respekt für Sexarbeitende“ hat ein gemeinsames Positionspapier zur Weiterentwicklung des Prostituiertenschutzgesetzes (ProstSchG) veröffentlicht. Grundlage sind die Ergebnisse der bundesweiten Evaluation des Gesetzes, die deutliche Schwächen bei Umsetzung, Akzeptanz und Zugang zu Schutzangeboten aufzeigt.
Das Positionspapier setzt sich für einen menschenrechtsbasierten Regulierungsansatz ein, der Sicherheit, Selbstbestimmung, körperliche Autonomie und gesundheitlichen Schutz von Sexarbeitenden in den Mittelpunkt stellt. Gefordert werden unter anderem ein besserer Zugang zu Beratung und gesundheitlicher Versorgung, insbesondere für besonders vulnerable Gruppen, sowie eine Anpassung des gesetzlichen Rahmens an die vielfältigen Formen heutiger Sexarbeit.
Zugleich betont die Initiative die Bedeutung einer klaren Unterscheidung zwischen selbstbestimmter Sexarbeit und strafbaren Formen wie Gewalt, Ausbeutung und Menschenhandel. Ziel ist ein Rechtsrahmen, der Schutz wirksam gewährleistet, ohne Stigmatisierung und Ausgrenzung zu verstärken.